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Verordnung V-NISSG – 
Am 1. Juni 2019 trat eine neue Regelung in Kraft, die spezielle medizinische Behandlungen zu kosmetischen Zwecken mit Lasern und anderen Geräten, die nichtionisierende Strahlung oder Schall benutzen, unter ärztlichen Vorbehalt stellt. Welche Behandlungen mit Geräten unter diese Verordnung fallen, erklärt Ihnen Evelyn Stempfel, Leiterin der Sektion nicht-ionisierende Strahlung und Dosimetrie am Bundesamt für Gesundheit.


Die Belastungen durch nichtionisierende Strahlung oder durch Schallwellen von Geräten, die bei Behandlungen zu kosmetischen Zwecken eingesetzt werden, überschreiten meistens die Grenzwerte für Haut, Augen oder anderes Gewebe. Die Gefahr einer akuten Schädigung bei unsachgemässer Behandlung ist dabei gross. Zudem sind die Langzeitauswirkungen noch ungenügend erforscht. 




Unter ärztlichem Vorbehalt

 

Um die Risiken bei solchen Behandlungen in Zukunft zu verringern, hat der Bundesrat eine neue Verordnung über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (V-NISSG) verabschiedet. Diese neue Verordnung sieht vor, dass seit dem 1. Juni 2019 bestimmte medizinische Behandlungen nur noch unter ärztlichem Vorbehalt durchgeführt werden dürfen und dass gewisse Behandlungen verboten sind. Zwölf Behandlungen dürfen zudem ab dem 1. Juni 2024 nur noch mit einem Sachkundenachweis durchgeführt werden dürfen. Hierunter fallen zum Beispiel Behandlungen wie bei aktinischen und seborrhoischen Keratosen, Altersflecken, Ekzemen oder Psoriasis.Ebenfalls dürfen Permanent Make-up, Tätowierungen, Teleangiektasen, Spinnennävi und Blutschwämmchen an Augenlidern oder in Augennähe bis 10 Millimeter nur noch von Ärztinnen und Ärzten oder von direkt unterwiesenem Praxispersonal entfernt beziehungsweise behandelt werden. Hoch fokussierter Ultraschall, ablative Laser, lang gepulster Nd:Yag Laser, photodynamische Therapien, kombiniert mit der Anwendung von phototoxischen Substanzen oder Medikamenten, und die Laserlipolyse sind seit dem 1. Juni 2019 Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Verbotene Behandlungen 

 

Folgende Behandlungen sind seit dem 1. Juni 2019 verboten: 
– Die Entfernung von Permanent Make-up und Tätowierungen mit Blitzlampen
  (IPL). Die Verwendung von solchen Geräten für diese Behandlungen 
  entspricht weder dem Stand des Wissens noch der Technik und führt 
  zu Vernarbungen der Haut. 
– Die Behandlung von Leberflecken (Melanozytennävi) mit Laserstrahlen oder 
   Blitzlampen (IPL): Die Entfernung solcher Flecken muss mit geeigneten 
   medizinischen Methoden der Chirurgie erfolgen. 
  

Nur mit Sachkundenachweis

 

Zwölf Behandlungen mit Geräten, die nicht-ionisierende Strahlung oder Schall aussenden, dürfen ab dem 1. Juni 2024 nur noch von Personen durchgeführt werden, die einen Sachkundenachweis besitzen, der eine oder auch mehrere Behandlungen umfassen. Es handelt sich dabei unter anderem um Behandlungen bei Akne, Couperose, Falten oder die Entfernung bei Haaren. Zum jetzigen Zeitpunkt kann dieser Sachkundenachweis noch nicht erworben werden.Die Ausbildungspläne und Prüfungsbestimmungen für den Erwerb der Sachkundenachweise werden in nächster Zeit von einer Trägerschaft, die sich aus sechs fachlich betroffenen Berufsverbänden zusammensetzt, erarbeitet. 

Ausbildungspläne

 

Die Trägerschaft wird diese Ausbildungspläne, die dazugehörigen Prüfungsinhalte sowie die Prüfungsreglemente in den nächsten Monaten erarbeiten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft anschliessend, ob diese Dokumente dem Stand des Wissens und der Technik entsprechen.

Ebenfalls im Jahr 2020 erarbeitet das BAG eine Verordnung für das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), in welcher die verschiedenen Sachkundenachweise aufgelistet werden. Diese Verordnung wird für jeden Sachkundenachweis auch die Prüfungsstellen aufführen, welche die Prüfungen durchführen dürfen. 

Damit eine Prüfungsstelle in die EDI-Verordnung aufgenommen wird, muss sie die Vorgaben der Trägerschaft zu den Prüfungsinhalten und zum Prüfungsreglement erfüllen. Potenzielle Prüfungsstellen können voraussichtlich ab April 2021 ihre Gesuche dem BAG einreichen. Es ist vorgesehen, dass die Prüfungsstellen spätestens im April 2022 die ersten Prüfungen durchführen können. Absolventinnen und Absolventen, welche die Prüfung bestanden haben, werden einen auf ihre Person ausgestellten persönlichen Sachkundenachweis erhalten, der sie zur Ausübung der jeweiligen Behandlungen ermächtigt.

 





Behandlungen mit Sachkundenachweis


 

12 Behandlungen mit Geräten, die nichtionisierende Strahlung oder Schall aussenden, die Sie ab dem 1. Juni 2024 nur noch mit Sachkundenachweis behandeln dürfen:

– Akne

– Akupunktur mittels Laser

– Cellulite und Fettpolster

– Couperose, Blutschwämmchen und Spinnennävi 

   (kleiner als drei Millimeter und nicht in Augennähe)

– Entfernung von Haaren

– Entfernung von Permanent Make-up 

   (nicht in Augennähe)

– Entfernung von Tätowierungen mittels nichtablativen

   Lasern (nicht in Augennähe)

– Falten

– Narben

– Nagelpilz

– postinflammatorische Hyperpigmentierung

– Striae 



V-NISSG (BAG) Frühling 2020